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Auch
Gerüche können das Wohlbefinden des Verbrauchers nachhaltig beeinträchtigen.
Daher erhalten nur solche Produkte das GUT-Signet,
die in der Geruchsprüfung lediglich einen warentypischen Neugeruch
geringer Intensität aufweisen.
Obwohl
das Geruchsempfinden subjektiv und auch Schwankungen unterworfen ist, eignet
sich das hier verwendete
Prüfverfahren
trotz seiner Einfachheit hervorragend zur Bewertung textiler Bodenbeläge. |
Die
Geruchsprüfung für textile Beläge arbeitet wie andere olfaktorische
Untersuchungen mit einer Gruppe von Probanden, die speziell für diese
Methode geschult werden. Die olfaktorische Methode für textile Beläge
versucht in einem „worst-case“ Szenario die Geruchsentwicklung bei erhöhter
Temperatur (direkte Sonneneinstrahlung, Fußbodenheizung) zu simulieren.
Dazu wird eine Probe von 144 cm² in einem 2l - Exsikkator 15 h bei
37° C und 50% relativer Feuchtigkeit temperiert. Das Probandenteam
bewertet nach dieser Konditionierung in Abständen von ca. 30 min einzeln
die aufgetretene Geruchsentwicklung und versucht Geruchsart sowie Intensität
und Gesamteindruck zu definieren.
Das
Ziel einer solchen Geruchsprüfung ist es in erster Linie, eine klare
Trennung zwischen noch zu akzeptierendem „Neugeruch“ ( = Note 3 ) und nicht
mehr zu akzeptierender Geruchsbildung
( = Note 4 ) zu ermöglichen. |
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| Geruchsbewertung
einer nicht bestandenen Probe |
| Uhrzeit |
Prüfperson |
Geruchsart |
Beurteilung |
Note |
| 8:00 |
Person
1 |
süßlich |
leicht
unangenehm |
3 |
| 8:30 |
Person
2 |
Chemie,aromatisch |
unangenehm |
4 |
| 9:00 |
Person
3 |
Chemie |
unangenehm |
4 |
| 9:30 |
Person
4 |
aromatisch |
unangenehm |
4 |
| 10:00 |
Person
5 |
stechend,
Chemie |
unangenehm |
4 |
| 10:30 |
Person
6 |
süßlich |
unangenehm |
4 |
| 11:00 |
Person
7 |
süß,
Chemie |
unangenehm |
4 |
| Auswertung |
als
Medianwert: |
süß,
Chemie, aromatisch |
unangenehm |
4 |
| Auswertung |
als
Mittelwert: |
|
|
4 |
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| Geruchsbewertung
einer bestandenen Probe |
| Uhrzeit |
Prüfperson |
Geruchsart |
Beurteilung |
Note |
| 8:30 |
Person
1 |
muffig,
Neugeruch |
leicht
unangenehm |
3 |
| 9:00 |
Person
2 |
Neugeruch |
leicht
unangenehm |
3 |
| 9:30 |
Person
3 |
muffig |
nicht
unangenehm |
2 |
| 10:00 |
Person
4 |
alt |
leicht
unangenehm |
2,5 |
| 10:30 |
Person
5 |
Neugeruch |
nicht
unangenehm |
2,5 |
| 11:00 |
Person
6 |
Neugeruch |
nicht
unangenehm |
2,5 |
| 11:30 |
Person
7 |
muffig |
nicht
unangenehm |
2 |
| Auswertung |
als
Medianwert: |
Neugeruch |
nicht
unangenehm |
2,5 |
| Auswertung |
als
Mittelwert: |
|
|
2,5 |
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Prüfverfahren:
Die
Prüfung wird in Anlehnung an die Schweizer Norm SNV 195651 zur Bestimmung
der Geruchsbelästigung von Textilien durchgeführt.
Eine
Probe von 144 cm² wird während 15 Stunden in einem luftdicht
geschlossenen Exsikkator (Rauminhalt ca. 2 l) bei 37 °C und 50% relativer
Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Die Luftfeuchtigkeit wird dabei mittels einer
gesättigten Magnesiumnitrat-Lösung (ca. 100 ml) eingestellt.
Unter
diesen Bedingungen beurteilen mindestens 7 Prüfpersonen anschließend
durch kurzes Öffnen des Exsikkators die Intensität des wahrgenommenen
Geruchs. Die Intensität des Geruchs wird anhand einer Notenskala von
1 (keine Geruchsbildung) bis 5 (sehr starke Geruchsbildung) benotet. Nachdem
eine Prüfperson ein Urteil abgegeben hat, ist der Exsikkator wieder
zu verschließen und für mindestens weitere 15 min. unter den
vorgenannten Bedingungen aufzubewahren. Nach beendeter Prüfung bleibt
der Exsikkator so lange geöffnet bei 37 °C stehen, bis der Innenraum
geruchsfrei ist; ggf. ist die Salzlösung zu erneuern.
Notenskala
1
= kein Geruch 2 = nicht unangenehm
3 = leicht unangenehm 4 = unangenehm
5
= sehr unangenehm
(
Zwischenwerte wie 1,5; 2,5; etc. sind möglich)
Der Mittelwert der Noten für die Geruchsintensität muß eine Note < 4 ergeben.
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In
Zukunft könnte es mit dem Einsatz sogenannter „elektronischer
Nasen“ gelingen, der subjektiven Geruchsprüfung eine zusätzlich
objektive Komponente hinzuzufügen. |
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| "Elektronische
Nasen":

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sind
Analysegeräte zur objektiven Messung flüchtiger Verbindungen
im Gasraum über der zu bewertenden Probe. „Elektronische Nasen“ liefern
einen Fingerprint der flüchtigen Komponenten, unabhängig davon,
ob diese geruchsaktiv sind oder nicht.
Der
Unterschied zwischen humaner und elektronischer Nase besteht jedoch in
der unterschiedlichen Sensitivität gegenüber flüchtigen
Verbindungen. Die Korrelation der humanen Geruchswahrnehmung mit den Chemosensorsignalen
könnte ein großer Fortschritt in der Entwicklung „elektronischer
Nasen“ bedeuten. |
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GUT:
Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden |
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